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Kreative Ideen für Zuhause
Ombré Wand

Ombré ist angesagt – auch an der Wand! Dabei verlaufen hellere Töne in dunklere Farben. Durch den Farbverlauf wirken deine Räume viel größer und du schaffst einen wirkungsvollen Look für dein Zuhause. Du hast Bock auf den Trend? Wir zeigen dir in unserem Video und in der Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du eine eigene Ombré-Wand gestaltest.

Anleitung

  • 1

    Gut vorbereitet

    Lege zunächst fest, welchen Wandabschnitt du streichen möchtest. Wenn es nur ein Teil deiner Wand ist, markiere den Abschnitt. Am besten nutzt du eine Wasserwaage und ziehst jeweils eine senkrechte Bleistiftlinie. Klebe nun alles in dem Bereich ab, was nicht gestrichen werden soll – auch Lichtschalter, Steckdosen und die Fußleiste. Deine Wand schützt du am besten direkt mit zwei Bahnen Klebeband, die du nebeneinander klebst oder mit einer breiteren Abdeckung, um die restliche Wand vor Spritzern oder Übermalen zu schützen. Deine Bleistiftmarkierung lässt du dabei frei, sie wird später überstrichen. Denke auch an den Boden, auf dem du großflächig Folie oder Malervlies auslegst und mit Klebeband fixierst. Geht beim Streichen dennoch ein Spritzer daneben, wischst du ihn möglichst gleich mit einem feuchten Tuch ab. Die Farbe ist wasserlöslich und lässt sich gut entfernen, wenn sie noch nicht getrocknet ist. Drücke das Klebeband an den Kanten sorgfältig an und überstreiche die Klebekante an der Seite, die den Ombré-Effekt bekommen soll, mit deiner aktuellen Wandfarbe. Mit dem Überstreichen des Klebebands versiegelst du praktisch die abgeklebte Linie und verhinderst, dass beim späteren Streichen die Farben der Ombré-Wand das Klebeband unterlaufen und unschöne Ausreißer verursachen.

  • 2

    Farbbereiche unterteilen

    Teile deine Wand nun in der Höhe für den Farbverlauf in vier bis sieben Bereiche ein. Dafür teilst du die Gesamthöhe der Wand durch die Anzahl der Bereiche. Je mehr Unterteilungen du hast, desto natürlicher sieht der Verlauf später aus. Zeichne dir die Höhe der Bereiche vorsichtig am Rand an. Verbinde dann die Markierungen mit einem leichten Bleistiftstrich, damit du beim Streichen später eine Orientierung hast. Am besten benutzt du auch hier eine Wasserwaage, damit die Bereiche schön gleichmäßig verlaufen.

  • 3

    Farbe mischen

    Öffne beide Farben und rühre sie gründlich mit einem Stab durch, bis weder einen Film an der Oberfläche noch Absetzungen unten am Boden übrig sind. Jetzt geht es ans Mischen der einzelnen Farbtöne. Wie viele Farbabstufungen du mischt, bestimmt die Anzahl der vorab von dir abgeklebten Farbbereiche auf deiner Wand. Am besten arbeitest du dich beim Mischen von hell nach dunkel vor. Das hat den Vorteil, dass du immer mit dem gleichen Stab umrühren kannst. Um die Farbe aus dem Behälter zu schöpfen, ist zum Beispiel eine Suppenkelle prima. Denk nur daran, sie nach der Benutzung sehr gründlich zu reinigen, bevor sie wieder Einzug in die Küche hält. Fülle für den hellsten Ton etwas weiße Farbe in eine Schale, gebe eine sehr kleine Menge dunkle Farbe hinzu und vermische beide gründlich. Erhöhe die Menge an dunkler Farbe beim zweiten Farbton. Wenn du bei der Mitte angelangt bist, sollte die Mischung ungefähr zur Hälfte aus weißer, zur Hälfte aus dunkler Farbe bestehen. Mische von jeder Farbstufe ausreichend an: Später den richtigen Ton erneut zu treffen ist eine kleine Herausforderung. Als grobe Faustregel benötigst du für eine Fläche von 0,5m2 etwa 300ml Farbe – für Raufaser ein wenig mehr, da die Farbe stärker eingearbeitet werden muss, um in die Zwischenräume der Struktur zu gelangen.

  • 4

    Streichen

    Alles gemischt? Prima, dann geht's ans Streichen! Zum Vorstreichen der großen Bereiche ist ein Farbroller für Dispersionsfarbe super. Für kleinere Flächen, zum Beispiel unten an den Fußleisten, ist ein Pinsel besser geeignet. Beginne mit der hellsten Farbe auf dem obersten Teilstück deiner abgeklebten Wandfläche bis zur Bleistiftmarkierung. Dann kommen die dunkleren Töne. Arbeite zügig, damit die Farbe noch möglichst feucht ist, wenn du die einzelnen Töne untereinander verblenden möchtest. Wenn du Hilfe beim Streichen hast, geht es natürlich noch etwas schneller. Halte die Fenster geschlossen, damit die Farbe langsamer antrocknet.

  • 5

    Verblenden

    Sind alle Flächen vorgestrichen, geht es an das Verblenden der einzelnen Töne. Dafür trägst du jeweils noch einmal etwas hellere und die nächstdunklere Farbe ober- und unterhalb des Übergangs auf, damit sie noch ganz frisch ist. Dann nimmst du einen breiteren Pinsel – 80-100mm Breite sind prima – und feuchtest ihn an. Er sollte nass sein, aber nicht tropfen. Nun arbeitest du beide Farben mit kreuzförmigen Bewegungen ineinander. Beginne dabei immer in der hellen Farbe und streiche in die dunklere. Einen weicheren Verlauf bekommst du, wenn du die Übergänge zusätzlich mit einem Schwamm verblendest. Wie der Pinsel, sollte er nass genug sein, aber nicht tropfen. Die Technik ist die gleiche: kreuzförmige Wischbewegungen vom hellen zum dunklen Farbton. Ob du mit Schwamm oder Pinsel verblendest: beide sollten ausreichend nass sein und zwischen den einzelnen Stufen ausgewaschen werden.

  • 6

    Mit Abstand am besten

    Es lohnt sich übrigens, zwischendurch immer mal einen Schritt zurück zu treten: Mit ein wenig Abstand erkennst du leichter, wo der Verlauf schon passt und wo du noch weiter verblenden solltest. Allerdings ändert die Farbe sich beim Trocknen etwas, so dass du den finalen Stand erst sehen wirst, wenn deine Wand vollständig getrocknet ist.

  • 7

    Dein Verlauf verläuft?

    Wenn dir beim Auftragen der frischen Farbe eine “Nase” in den darunterliegenden Bereich läuft, ist das gar nicht schlimm: Da wir von oben nach unten arbeiten, kannst du derartige Ausreißer beim Überstreichen des nächsten Bereichs korrigieren.

  • 8

    Aufräumarbeiten

    Alles verblendet und zufrieden mit dem Ergebnis? Dann kannst du das Abklebeband entfernen – am besten, so lange die Farbe noch nicht ganz trocken ist. So verhinderst du, dass bereits getrocknete Farbe beim Abziehen des Klebebands absplittert. Wenn du das Klebeband gleich zusammenknüllst und zusammen mit der Folie entsorgst, verhinderst du nachträgliche Farbflecken auf dem Boden und hast einen Überblick, wo eventuell noch kleine Spritzer lauern, die sich mit einem feuchten Tuch entfernen lassen.

  • 9

    Geschafft!

    Alles erledigt? Tadaa, da ist sie: deine erste Ombré-Wand!

  • 10

    Erste Hilfe

    Der Verlauf gefällt dir doch nicht oder beim Verblenden ist etwas schiefgelaufen? Kein Problem! Lass die Farbe trocknen und streiche danach einfarbig mit deinem ungemischten dunklen Farbton darüber.

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