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Der organische Couchtisch
Kreative Ideen für Zuhause

Dieser Couch- oder Beistelltisch ist ein absolutes Unikat: Er ist voluminös, er hat eine organische Form und er ist etwas ganz Besonderes. Die extradicken Platten stellst du selbst her. Dann greifst du zu Stichsäge und Winkelschleifer und arbeitest Schritt für Schritt seine Form heraus. Die Arbeit an diesem runden Tisch staubt richtig doll, macht aber unheimlich viel Spaß. Wenn du dich traust, wirst du gleich mehrfach belohnt: Du baust einen ganz besonderen Couchtisch selber und entdeckst dich gleichzeitig als Holzbildhauer*in. Hier ist der Weg wirklich ein Teil vom Ziel.

Produkte, die du benötigst

Leimholzplatte Fichte/Tanne Altholz 140 cm x 80 cm x 3,2 cm
1
269,99*
241.07 € / m²
LUX-TOOLS Senkkopf Universalschraube TX-Antrieb Ø 6 mm x 100 mm 10 Stück
1
7,49*
LUX Ausbesserungs- und Bastelplättchen 15, 20 und 25 mm
1
2,99*
Ponal Holzleim Classic wasserbasierter Weißleim Transparent 120g
1
4,79*
39.92 € / kg
1
LUX Holzspiralbohrer 5 mm
1
LUX Stichsägeblätter Holz lang Grobschnitt T-Schaft 2 Stück
1
LUX Forstnerbohrer Profi Comfort Ø 20 mm
1
LUX Akku-Stichsäge 1 PowerSystem A-ST-20
1
LUX Akku-Bohrschrauber-Set 1 PowerSystem A-BS-20
1
LUX Akku-Winkelschleifer 1 PowerSystem A-WS-20/115
1
LUX Fächerschleifer-Set 3-teilig 115 mm
1
LUX Malerset 9-teilig
1
LUX Hand-Schleifklotz Kork
1
LUX Schleifpapier-Set Classic Grob 10-teilig
1
LUX Schleifpapier-Set Classic Fein 10-teilig

Anleitung

  • 1

    Zuschnitt der Platten

    Für die Grundform des Tisches brauchst du insgesamt sechs Platten. Je zwei gleiche Platten werden zusammengeleimt.
    Du kannst die Maße natürlich auf deine Wünsche anpassen, wir schlagen hier die Maße von unserem Tisch vor.
    Alle Platten werden aus einer 27mm dicken Fichten-Leimholzplatte gesägt.

    2 Stk. 85x65cm
    2 Stk. 60x35cm
    2 Stk. 55x35cm

    Wenn du noch weitere Platten herstellen willst, die du wie einen Stapel Steine aufschichten kannst, bist du bei der Wahl der Maße frei.

  • 2

    Konturen und Bohrlöcher anzeichnen

    Auf die Bretter zeichnest du die Konturen, die du im nächsten Schritt aussägen möchtest. Auch die Bohrpositionen zeichnest du jetzt auf je eine der Platten an. Obwohl es alle drei Platten doppelt gibt, reicht es, in diesem Schritt nur auf je ein Brett die Form und Bohrlöcher anzuzeichnen. Im nächsten Schritt sägst du diese aus und kannst dann die Kontur auf das jeweils zweite Brett übertragen.

  • 3

    Sägen der äußeren Form

    Säge nun die angezeichnete Form deiner Bretter aus. Danach legst du sie auf das jeweils zweite Brett, überträgst die Kontur und sägst auch diese drei Bretter aus. Zu genau musst du bei diesem Schritt nicht sein, da ja später ohnehin noch kräftig geschliffen wird.

  • 4

    Verleimen der Platten

    Schritt 4: Text   


    Trage jetzt dünn und gleichmäßig Holzleim auf je eine der Platten, lege die zweite darauf und fixiere sie mit Handklemmen, Schraubzwingen oder einer Menge stabilem Klebeband, bis der Leim getrocknet ist. Warte die vom Leimhersteller empfohlene Trocknungszeit ab, bevor du die Fixierung wieder löst.

  • 5

    Bohren mit dem Forstnerbohrer

    Bohre jetzt mit einem Forstnerbohrer mit Ø 20mm ein ca. 10mm tiefes Loch in alle Markierungen, die du angezeichnet hast. In diese dicken Löcher werden später Holzplättchen eingeleimt, die die Schraubenköpfe verdecken.

  • 6

    Durchgangsbohrung mit dem Holzbohrer

    Bohre mit einem Ø 6mm Holzbohrer genau mittig in die größeren Bohrungen durch die ganze Platte.

  • 7

    Markieren der Konturen

    Damit du in den nächsten Schritten den Überblick behältst, markierst du am besten mit einem Bleichstift die Kanten, die du abrunden möchtest. In der Skizze sind diese Kanten orange eingefärbt. Die schwarzen Kanten bleiben am besten gerade, damit die Verbindungen der Platten untereinander stabil werden. Wenn du beim Schleifen eine zusätzliche Orientierung benötigst, damit die Rundungen einigermaßen gleichmäßig werden, kannst du alle orangen Konturen auch nochmal parallel zur Außenkante nach innen versetzt anzeichnen.

  • 8

    Kanten der Deckplatte abrunden

    Jetzt wird es spannend: Befestige den K40er Fächerschleifer an deinem Winkelschleifer. Nun beginnst du mit der großen Deckplatte und rundest die Kanten großzügig auf einer Seite. Dann wendest du die Platte und wiederholst das Ganze mit der zweiten Seite.

    ACHTUNG ARBEITSSICHERHEIT: Diese Arbeit ist laut und staubt wirklich sehr viel! Du solltest unbedingt auf feste, eng anliegende Arbeitskleidung achten. Lange Haare sollten als Zopf hinter dem Kopf zusammengebunden werden. Trage keinen losen Schmuck wie lange Halsketten und keine Kleidung mit baumelnden Schnüren und trage deinen Ohren zuliebe bitte einen Gehörschutz. Um Augen und Lunge vor Staub zu schützen, trage am besten eine Schutzbrille und eine Staubmaske.
    Auf eine Fixierung der Platte kannst du aufgrund ihres Gewichts wahrscheinlich verzichten. Schleifst du kleinere Platten, solltest du sie allerdings mit Zwingen am Tisch fixieren.

  • 9

    Kanten der Gestellplatten abrunden

    Ist die Deckplatte mit der K40er-Körnung fertig, kümmerst du dich um die beiden Platten für das Gestell. Jetzt bist du in der Handhabung des Winkelschleifers ja schon ein bisschen geübt und kannst dich gut darauf konzentrieren, dass bei diesen beiden Platten nicht alle Kanten gerundet werden dürfen. Die markierten Kanten schleifst du mit dem K40er-Fächerschleifer ab und wiederholst das Ganze noch je einmal mit dem K60er- und K80-Fächerschleifer, damit das Schleifbild immer feiner wird. Um alle unerwünschten Schleifspuren zu beseitigen, nimmst du einen Handschleifklotz mit immer feinerem Schleifpapier und arbeitest die Kantenform immer feiner aus. Solltest du einen Exzenterschleifer besitzen, funktioniert das auch damit ganz vorzüglich.

  • 10

    Tisch verschrauben

    Sind alle Platten fertig geschliffen, geht es an die Montage des Tisches. Dafür verschraubst du zuerst die beiden kleinen Gestellplatten miteinander. Damit sie an der oberen Kante bündig werden, kannst einen einfachen Trick nutzen: Verschraube sie einfach kopfüber, indem du beide beim Verschrauben mit der geraden Kante auf eine glatte Fläche stellst. Verwende dafür 6x100er-Universalschrauben. Ist das Gestell verschraubt, kannst du es umdrehen, die Platte auflegen und von oben mit den gleichen Schrauben verschrauben.

  • 11

    Holzplättchen einleimen

    Damit die Schrauben später nicht zu sehen sind, verschwinden sie in den Löchern, die du in Schritt 5 mit dem Forstnerbohrer gebohrt hast. Diese verschließt du nun mit sogenannten Ausbesserungsplättchen. Dafür gibst du Leim in die Löcher und verteilst ihn gleichmäßig. Besonders die Seiten der Löcher sollten vollständig mit Leim bedeckt sein. Jetzt setzt du die Ausbesserungsplättchen mit einem Durchmesser von 20mm auf die Löcher und schlägst sie mit einem Hammer vorsichtig und gleichmäßig ein, bis sie nur noch ganz leicht über die Fläche der Platte hinausstehen.

  • 12

    Überstände verschleifen

    Diesen Überstand schleifst du jetzt ab, bis die Holzfläche glatt und eben ist. Dein Tisch ist jetzt fast fertig.

  • 13

    Oberfläche

    Wenn du Farbe ins Spiel bringen willst, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt. Klarlack oder transparente Öle schützen dein Holz, lassen aber weiterhin die Maserung durchblitzen. Willst du mit dem Couchtisch einen farbigen Akzent in deinem Zimmer setzen, steht dir eine Fülle von Lacken zur Verfügung. Suche einfach den passenden aus und beachte für den fachgerechten Auftrag die Herstellerangaben.

  • 14

    Varianten

    Diese Anleitung zeigt dir nur eine von unendlich vielen möglichen Tischformen. Ändere gerne die Maße der Platten und kreiere so den Look deines Tisches ganz nach deinen Bedürfnissen und Wünschen. Du kannst ihn beispielsweise mit kleinerer Tischplatte und gleichzeitig höher bauen, um ihn als Beistelltisch zu nutzen. Wenn du ihn um einen weiteren kleineren Tisch ergänzt, entsteht eine kleine Tischgruppe, die du in deinem Wohnzimmer super inszenieren kannst.

  • 15

    Gestapelte Platte

    Die Inspiration für diesen Tisch sind über Jahrhunderte rundgewaschene Steine. In vielen verschiedenen Kulturen haben sich Traditionen entwickelt, Steine aufeinander zu stapeln und so einfache und doch eindrucksvolle Skulpturen zu erschaffen. Dieser Tisch lässt sich sehr passend durch einen solchen „Steinstapel“ ergänzen. Bereits zwei oder drei solcher „Steine“ reichen aus, um diesen Look zu kreieren. Da du keine Verbindungen zwischen den „Steinen“ brauchst, sind sie viel leichter herzustellen als der Tisch an sich. Achte aber bei kleineren Elementen darauf, sie beim Schleifen gut mit einer Zwinge zu fixieren.

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